{"id":418,"date":"2023-04-21T09:29:44","date_gmt":"2023-04-21T07:29:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/?p=418"},"modified":"2023-12-11T19:50:56","modified_gmt":"2023-12-11T18:50:56","slug":"auf-die-gurke-fertig-los","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/?p=418","title":{"rendered":"Auf die Gurke, fertig, los!"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 22. April 2023 &#8211; Mein Bericht zum <strong>21. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/spreewaldmarathon.de\/wpswm\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/spreewaldmarathon.de\/wpswm\/\" target=\"_blank\">Spreewald-Marathon<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">200 km mit dem Fahrrad durch den Spreewald &#8211; unser sportliches Highlight im Fr\u00fchling. Und auch eine echte Herausforderung f\u00fcr uns, da wir eigentlich eher die &#8220;Sprinter&#8221; sind: Unser t\u00e4glicher Weg zur Arbeit ist 10 km lang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse sind wir dennoch gut vorbereitet &#8211; wir haben in den letzten Wochen \u00f6fter mal gr\u00f6\u00dfere Touren ins Brandenburger Umland unternommen (ok, es waren knapp 100 km), aber bei den aktuellen Temperaturen (und diesem Regen &#8211; heul!) ist Rennrad-Fahren auch nicht der allergr\u00f6\u00dfte Spa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie man an diesem Foto unschwer erkennen kann: Wir haben es geschafft und es war SUPER! So toll, dass wir n\u00e4chstes Jahr ganz sicher wieder dabei sind!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und so verlief unser Tag: Um 6 Uhr sa\u00dfen wir von Berlin aus im Zug nach L\u00fcbbenau. Wir hatten Angst, dass die Fahrradabteile schon v\u00f6llig blockiert sind, weil wir ja nicht die einzigen Radler aus Berlin sein w\u00fcrden. Aber das war nicht der Fall &#8211; im Laufe der Fahrt stiegen weitere Radler zu &#8211; alle mit dem gleichen Ziel. \ud83d\ude42 Gut f\u00fcr uns, dass der Zug leer war. Erschreckend aber auch, weil das bedeutete, dass extrem viele das eigene Auto f\u00fcr die Anreise nutzten, obwohl die Zugverbindung optimal war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ungef\u00e4hr eine Stunde vor dem Beginn unserer 200 Kilometer waren wir bei der Anmeldung &#8211; ein absolut ausreichendes Zeitfenster. In einem riesigen Pulk von ca. 700 Radlern ging es an den Start. Es gab einige Gruppen von (offensichtlich) Vereinsradlern &#8211; aber der Gro\u00dfteil waren gut trainierte Freizeitradler (auch Gruppen), deren Rennr\u00e4der und Ausstattung ungef\u00e4hr das Niveau hatten wie unsere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den gr\u00f6\u00dften Teil der 200 Kilometern fuhren wir in unterschiedlich gro\u00dfen Gruppen mit &#8211; darum auch unser Durchschnitt, der bis 55 Kilometer vor dem Ziel (dazu sp\u00e4ter) \u00fcber 34 km\/h lag. Bei Kilometer 90 stoppten wir f\u00fcr einen Imbiss, Wasser und WC. Danach schlossen wir uns einer anderen Gruppe an und fuhren in ungef\u00e4hr gleichem Tempo weiter. Bei Kilometer 145 dann Pech: W\u00e4hrend ich recht weit vorne gemeinsam mit einer Frau beim Tempo-machen half, hatte meine Radbegleitung einen Platten und fiel zur\u00fcck. Ich merkte davon nichts. Erst als einer aus meiner Gruppe bei Kilometer 162 heftig \u00fcber eine Bodenwelle st\u00fcrzte und verletzt liegenblieb, stoppten wir. Da merkte ich, dass ich meine Radbegleitung wohl irgendwann verloren hatte. Zun\u00e4chst warteten alle und einige k\u00fcmmerten sich um den Verletzten. Dann fuhren die meisten nach und nach los. Ich wartete&#8230; und wartete&#8230; und wartete&#8230; Nach \u00fcber 20 Minuten (w\u00e4hrenddessen wurde der Verletzte versorgt und ein weiterer Sturz ereignete sich vor meinen Augen ein paar Meter weiter bei einer anderen Bodenwelle) kam meine Radbegleitung allein an. Er hatte den Reifen aufgepumpt, ohne ihn wechseln zu m\u00fcssen (Pumpe einstecken), aber durch die Unterbrechung nicht nur den Anschluss an unsere Gruppe, sondern auch seinen Kreislauf verloren. Die n\u00e4chsten 8 Kilometer bis zum Versorgungspunkt waren die anstrengendsten des ganzen Rennens und das erste mal in meinem Leben musste ich meine Radbegleitung bissel schieben. W\u00e4hrend kleine und gro\u00dfe Gruppen an uns vorbeizogen, m\u00fchten wir uns allein ab. Sobald ich das Tempo anzog, um mich an andere Radler*innen dranzuh\u00e4ngen, blieb meine Radbegleitung zur\u00fcck. Also blieb ich solidarisch und wir krochen gemeinsam weiter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der letzte Versorgungspunkt 30 Kilometer vor dem Ziel rettete uns. Wir tankten noch mal Kraft mit Kaffee, Keksen und Riegeln und fanden dann eine Gruppe, mit der wir noch mal Tempo machten und bis zum Ziel auf einen ordentlichen Durchschnitt kamen. Lustig war, dass wir bei diesem Versorgungspunkt einen Radler trafen, von dem sich herausstellte, dass er aus unserer Nachbarschaft war und er uns von der Schule unserer Kinder kennt. Wie klein die Welt manchmal ist. \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ins Ziel radelten wir Hand-in-Hand und erhielten als Belohnung eine goldene Spreewaldgurke! Juhu!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(Zu den Verletzten ist zu sagen, dass es tats\u00e4chlich sehr viele St\u00fcrze gab &#8211; auch mit schwereren Verletzungen und Krankenwagen-Einsatz, was ich ziemlich schlimm fand. Ich wei\u00df nicht, wie es den Verletzten inzwischen geht &#8211; ich hoffe nur, dass keiner l\u00e4nger im Krankenhaus bleiben musste und alle bald wieder radeln k\u00f6nnen!)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"577\" height=\"577\" data-id=\"713\" src=\"https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/photo_2023-04-29_12-25-50.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-713\" srcset=\"https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/photo_2023-04-29_12-25-50.jpg 577w, https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/photo_2023-04-29_12-25-50-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/photo_2023-04-29_12-25-50-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/photo_2023-04-29_12-25-50-45x45.jpg 45w\" sizes=\"auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein kurzes Fazit: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man eigentlich Solo-Radlerin oder maximal zu 5 unterwegs ist, muss man sich bissel umstellen und gerade am Anfang sehr aufmerksam sein, um in einem Pulk von mehreren Hundert Radler*innen mitfahren zu k\u00f6nnen. Gut ist, wenn man sich mit anderen sehr kleinen Gruppen oder Solo-Radler*innen zusammenschlie\u00dft  &#8211; besonders sch\u00f6n, wenn ich mal neben einer Frau fahren konnte (wir waren hoffnungslos in der Minderheit). Nervig dagegen waren die Gruppen von Pseudo-Profis, die niemanden zwischen sich lassen und dich gern auch mal abdr\u00e4ngen, wenn du nicht aufpasst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Organisation des Rennens war super! Die Verpflegungspunkte waren total nett gemacht, alle Helfer*innen freundlich und entspannt und die Snacks lecker und abwechslungsreich! <strong>An dieser Stelle gro\u00dfes DANKE und LOB an die vielen Ehrenamtlichen, die dieses Event m\u00f6glich gemacht haben!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr n\u00e4chstes Jahr w\u00fcnsche ich mir, dass wir vielleicht in einer kleinen Gruppe teilnehmen. Und vielleicht treiben wir bis dahin auch ein fancy Trikot f\u00fcr uns auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">N\u00e4chster Spreewald-Marathon: 18.-21. April 2024!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Link zur Anmeldung: <a href=\"https:\/\/lausitzer-sportevents.de\/anmeldung\/anm.php?N=2024041\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Spreewaldmarathon 2024<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Bericht zum 21. Spreewald-Marathon<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":422,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false,"footnotes":""},"categories":[94],"tags":[47,46,44,45],"class_list":["post-418","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fahrrad_beitraege","tag-rennrad","tag-spreewald","tag-termin","tag-tour"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=418"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/418\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2083,"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/418\/revisions\/2083"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=418"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=418"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}