{"id":745,"date":"2023-06-05T11:03:21","date_gmt":"2023-06-05T09:03:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/?p=745"},"modified":"2023-07-11T11:29:49","modified_gmt":"2023-07-11T09:29:49","slug":"fahrrad-sternfahrt-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.keb-berlin.de\/?p=745","title":{"rendered":"Fahrrad-Sternfahrt Berlin"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Tollste war nat\u00fcrlich, mit dem Fahrrad ungehindert \u00fcber die Autobahn zu fahren, in den Tunneln zu klingeln und zu johlen und auf den freien St\u00fccken alles aus dem Fahrrad rauszuholen, was geht. \u00dcber 50.000 Fahrradfahrende waren mit uns unterwegs und nutzten die Chance, ohne gef\u00e4hrlichen Autoverkehr auf Berlins breiten Stra\u00dfen zu fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg dahin war diesmal sehr sonnig und sehr lang. Einige Radler aus den Au\u00dfenbezirken waren schon seit 9 Uhr unterwegs. Ich hatte mich mit meiner Familie um 10.40 Uhr in Wittenau mit Radlern getroffen, die aus Oranienburg kamen. Gemeinsam ging es dann in einem gro\u00dfen Schlenker \u00fcber den Alex zur Tempelhofer Auffahrt zur A100. Zwischendurch waren so viele Radler unterwegs, dass es immer wieder zu richtigen Staus kam und man absteigen und sein Fahrrad schieben musste. Ich habe mich in solchen Momenten oft gefragt, wie das wohl auss\u00e4he, wenn wir alle nicht auf R\u00e4dern, sondern im Auto gesessen h\u00e4tten. Ein Monsterstau aus L\u00e4rm und giftigem Feinstaub. Stattdessen wurden zwanglose Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, \u00fcber Fahrr\u00e4der und Radrouten gefachsimpelt oder sich gegenseitig mit Traubenzucker oder Bananen ausgeholfen. Wenn man Gl\u00fcck hatte, gab es in der N\u00e4he jemanden mit Lautsprecherbox und guter Musik.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 15.30 \u00a0Uhr waren wir an der Goldenen Else. Als Abschluss ging es einmal (oder bei anderen wohl deutlich \u00f6fter) um den Kreisverkehr. Danach fuhren wir \u00fcbers Brandenburger Tor nach Hause Richtung Reinickendorf. An der M\u00fcllerstra\u00dfe im Wedding wurden wir schnell wieder in die Fahrradrealit\u00e4t zur\u00fcckgeholt, als der Pop-Up-Streifen aufh\u00f6rte und wir uns auf einem schmalen Radschutzstreifen zwischen parkenden Autos und der zweispurigen Stra\u00dfe wiederfanden. Kein einziges Auto hielt den Mindestabstand von 1,50 Metern ein und mein elfj\u00e4hriger Sohn fuhr gezwungenerma\u00dfen konsequent in der Dooring-Zone. In Reinickendorf auf der Ollenhauer Stra\u00dfe war es nicht besser, da hier die Radwege auf der Stra\u00dfe zwar markiert, aber zugeparkt sind. Mit Genehmigung unserer Verkehrsstadtr\u00e4tin, die keinen Anlass sieht, diesen fertigen Radweg endlich freizugeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Bilanz nach \u00fcber sechs Stunden Radfahren und 52 geradelten Kilometern: Radfahren kann so sch\u00f6n sein, so friedlich und so entspannt. Leider ist das im Jahr 2023 nur auf der Sternfahrt oder bei anderen Fahrrad-Gro\u00dfveranstaltungen m\u00f6glich. Ansonsten hei\u00dft es weiterhin Angst haben oder auf gef\u00e4hrliche Buckelpisten ausweichen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/2023-06-04-Sternfahrt-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-967\" srcset=\"https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/2023-06-04-Sternfahrt-1.jpg 1024w, https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/2023-06-04-Sternfahrt-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/2023-06-04-Sternfahrt-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/2023-06-04-Sternfahrt-1-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.keb-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/2023-06-04-Sternfahrt-1-45x45.jpg 45w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 4. 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